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KulturNetz Exkursion nach Frankfurt
4.04.15 12:37
Alter: 4 yrs




"Eintauchen in die Kultur der Main-Metropole!" hieß es am 28. März als wir zu Gast in Frankfurt waren. Fünf Absolventinnen gaben uns Einblick in ihre vielfältigen und interessanten Arbeitsfelder...




Vom Kaminzimmer ins Museum 2.0

Bei einer Tasse Kaffee, Getränken und feiner Quiche im Kaminzimmer des Liebighauses begannen wir unseren Tag in Frankfurt. Hier standen dann auch die ersten Gespräche an. Unsere Gastgeberinnen Laura Geissler und Johanna Schedlbauer machten den Anfang. Sie berichteten über ihre Arbeit für das Städel Museum und das Liebighaus in den Bereichen Online-Redaktion/Content Management und Museumsmarketing. Besonders wurden die aktuellen Projekte hervorgehoben, wie die neu gelaunchten Homepages und die einzigartige Online-Sammlung des Städel. Diese Sammlung mit aktuell ca. 300 Werken basiert auf einer seit Jahren aufgebauten Datenbank digitalisierter Werke, die umfangreich verschlagwortet sind. So wird den Nutzern ermöglicht, nach Themen, Stimmungen, Künstlern, Motiven etc. zu sortieren, einzelne Werke zu „liken“ und damit quasi eine eigene Sammlung/Ausstellung online zu kuratieren. Dieses Angebot wird als eine digitale Erweiterung des Museums und eine zusätzliche Dimension des Kunsterlebnisses verstanden – nicht als Ersatz für den realen Museumsbesuch.
Weiter wurden uns exemplarisch die Bandbreite der Printmittel des Ausstellungsmarketings vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die eindrucksvolle Gestaltung der Einladungskarten gelegt – die dann auch von allen Teilnehmern bewundert wurden.

 

Andere Länder, andere Sitten - Interkulturelle Kommunikation zwischen Wirtschaft und Freundschaft

Anschließend hat Alina Matushevskaya die ICUnet.AG vorgestellt. Spezialisiert hat sich dieses wirtschaftlich arbeitende Unternehmen auf interkulturelle Kommunikation. Arbeitnehmer, die ins Ausland entsendet werden, erhalten Kurse um sie auf die kulturellen Besonderheiten ihres zukünftigen Arbeitsplatzes vorzubereiten. Diese Kurse werden sowohl in Deutschland für Ausreisende als auch in anderen Ländern für Entsendete mit dem Ziel Deutschland angeboten. Zweites Standbein des Unternehmens ist die Organisation und Begleitung vor Ort. Die ICUnet.AG kümmert sich um Visa, Wohnungssuche, Transporte, Schulplätze für die Kinder und noch vieles mehr. Selbstverständlich werden beide Angebote parallel beauftragt. Alina erklärte uns ausführlich diese organisatorisch anspruchsvolle Arbeit, die viel Sensibilität und Verständnis erfordert und bei der man beinahe täglich mit Missverständnissen und außergewöhnlichen Situationen konfrontiert wird.

 

Bühne frei für Multitalente!
Johanna Czecalla berichtete uns ebenfalls bei einer Tasse Kaffee im Kaminzimmer von ihrer Arbeit bei der Konzertagentur BBPromotion. Als Content Managerin ist sie an der Schnittstelle zwischen Produktion, Marketing, Presse und Vertrieb angesiedelt. Musicals, Ballett, Tanztheater, Konzerte – sie erlebt mit, wie die Shows entstehen, generiert den Content, den die anderen Abteilungen für ihre Arbeit benötigen oder holt diesen von den Produzenten laufender Shows ein. Johanna hebt vor allem den Abwechslungsreichtum ihrer Arbeit hervor, die von Videoproduktionen und Programmheften über wissenschaftliche Hintergrundinformationen für die Presse bis zu Werbetexten für das Marketing reicht. An Laura, beide Johannas und Alina nochmals ein großes Dankeschön für eure umfangreichen und spannenden Berichte!

 

Monet, Alte Meister und Moderne

Neues entdecken, die Seele baumeln lassen, in Kunst schwelgen – in den 1,5 Stunden im Städel Museum war es jedem freigestellt, was er sich anschauen mochte. Ob Sammlungen oder die aktuelle Sonderausstellung „Monet – die Geburt des Impressionismus“ – das Haus stand uns offen und wir haben das dankend genossen!

 

Kulturelle Bildung in der Kommunikationsfabrik - Schulen mit Profil

Im Anschluss ging es raus aus dem Zentrum und rein in das kreative Zentrum Kommunikationsfabrik! Im Frankfurter Gallusviertel stellte Eva Schmitt uns die Kommunikationsfabrik vor, die neben Mietern wie der Altana Kulturstiftung auch das Frankfurt LAB beherbergt. Dort haben sich verschiedene Akteure zusammengeschlossen um den Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst einen Ort für Proben und Präsentationen zu geben. Seit die Stadt sich aus dem Projekt zurückgezogen hat kämpft die Initiative mit Hilfe von Unterstützern, wie z.B. der Altana Kulturstiftung, um ihr Weiterbestehen – kulturpolitisch, finanziell und kulturmanagerial ein brisanter Fall!

Nach dieser ersten Einführung ging es in das Atelier der Altana Kulturstiftung in der Kommunikationsfabrik. In der bunten, kreative Atmosphäre des Ateliers stellte Eva uns die Altana Kulturstiftung vor – keine Stiftung im eigentlichen Sinne sondern eine gGmbH – und die Stelle im Bereich kulturelle Bildung, die sie dort innehat. Das Projekt „KulturTagJahr“ ermöglicht es ganzen Jahrgängen einzelner Schulen pro Woche einen Tag der Kunst und Kultur zu widmen – und das ein komplettes Schuljahr lang. Künstler aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Musik und Tanz arbeiten mit den Schülern über Wochen hinweg zusammen. Die Schüler spezialisieren sich nach einer gewissen Zeit und erarbeiten ein Abschlussprojekt. Den Schulen soll eine Profilierung im Bereich Kultur ermöglicht werden, Ziel ist es nachhaltig in die Institution „Schule“ einzuwirken. Danke an Eva für diese spannenden Einblicke und an alle Frankfurterinnen für ihre wundervolle Gastfreundschaft!

 

Der Blick von Außen

Abgerundet wurde der Tag mit einem Besuch im Frankfurt LAB, wo Studierende des dritten Semesters der HfMDK die Zuschauer mit „Weltraumoptik“ einen neuen Blick auf bereits Bekanntes ermöglichten und durch einen wirklich fantastischen Theaterabend führten…








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