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KulturNetz Exkursion nach Karlsruhe
26.05.14 17:19
Alter: 5 yrs






Ein Stadtjubiläum macht sehr viel Arbeit!

Der Ausflug des KulturNetzes startete bei herrlichem Wetter im Garten des Stadtmuseums.

Anna Weißhaar, Absolventin des Jahres 2010, gab einen Einblick in ihr Aufgabenfeld bei der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH. Bei einer Tasse Kaffee präsentierte  Anna in knapper Form ihre Arbeit für das 300-jährige Stadtjubiläum im Jahr 2015 vor. Über das ganze Jahr verteilt werden die Karlsruher Bevölkerung und wichtige Karlsruher Institutionen gemeinsam ein breites Programm präsentieren. So wird es unter anderem einen 15-wöchigen Festivalsommer geben, umfassende Ausstellungen in den wichtigsten Karlsruher Museen, aber auch 15 Projekte und Ideenwettbewerbe. Was ist das Prinzip und das Ziel der ganzen Arbeit? Über allem steht der Grundsatz der Nachhaltigkeit. Ziel ist es, das Image der Stadt neu zu positionieren. 

Ein Jubiläum basiert auf historischen Fakten. So führte uns Anna,  im Anschluss an einen tiefen Einblick in ihren komplexen projektmanagerialen Verantwortungsbereich, durch die Ausstellung des Stadtmuseums. An den Objekten wurde deutlich, wie die Stadtgründung und die Geschichte Karlsruhes sich im Programm des Jubiläumsjahrs widerspiegeln.

Vielen Dank liebe Anna, für deinen Einsatz und die exzellente Vorbereitung! Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner spannenden Aufgabe, die Bedürfnisse und Vorstellungen einer Vielzahl an unterschiedlichen Playern unter einen Hut zu bringen.


Kommerzielles und kommunales Kino unter einem Dach

Zur Kaffeepause ging es ins café 9bar, einer gemütlichen Cafébar die vom Verein Kinemathek Karlsruhe e.V. in deren Kinogebäude betrieben wird. Das Gebäude, 1957 erbaut, hat 4 Kinosäle, davon wird das „Studio 3“ im Sinne eines kommunalen Kinos durch die Kinemathek bespielt, die drei weiteren durch einen kommerziellen Kinobetreiber. Die sowohl künstlerisch als auch managerial Verantwortlichen des Vereins Kinemathek e.V. Alfred Meyer und Inka Gürtler berichteten den KulturNetz-Mitgliedern über die Kinogeschichte Deutschlands und Karlsruhes. Heute werden hier vor allem Erstlingswerke oder Originalfilme mit Untertitel gezeigt und den Karlsruhern experimentelles Kino nahe gebracht. Da etwa 80 Prozent der Filme, die in der Kinemathek laufen, nicht kommerziell beworben werden, müssen die Kinobetreiber auf andere Art und Weise ihr Publikum finden. So stehen sie in engem Kontakt zu Vereinen, Initiativen und Multiplikatoren und werben so für den Film. Herzlichen Dank den beiden Verantwortlichen, dass sie uns einen Einblick in die Herausforderungen des digitalen Kinozeitalters gewährt haben.

 

Geballte Kreativ- und Kulturwirtschaft – Der Alte Schlachthof Karlsruhe

Anschließend führte uns Sabrina Isaac-Fütterer über das Gelände des Alten Schlachthofs. Frau Isaac-Fütterer geht an diesem besonderen Ort gleich drei Tätigkeiten nach: Sie arbeitet dort für das FEST und sorgt so dafür, dass wir auch in diesem Sommer wieder tolle Bands für kleines Geld erleben können. Sabrina Isaac-Fütterer ist zudem selbstständig  und Gesellschafterin von ikum, einem Ticketservice für mittlere (Kultur-)Veranstalter. Ein besonders spannender Ort auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes ist das Gründerzentrum perfekt futur. Existenzgründer aus der Kultur- und Kreativwirtschaft können dort Büros in Containern mieten, zudem werden Workshops und Seminare angeboten und Veranstaltungen durchgeführt. Sabrina Isaac-Fütterer ist bei perfekt futur Ansprechpartnerin der Stadt für die Mieter aus der Kulturszene.
Während des Abendessens in der Gaststätte Alter Schlachthof berichteten zwei weitere KulturNetz-Mitglieder aus ihrem Berufsalltag. Christine Pfirrmann, Absolventin des Jahrgangs 2012, informierte uns über ihre Arbeit bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg, kurz LAKS. Die Geschäftsstelle zog erst in diesem Jahr auf das Gelände des Schlachthof.


Nora Wegner ist selbstständig und bietet Besucherforschung und Evaluation für Kulturinstitutionen im In- und Ausland an. Ihr Büro hat sie seit Kurzem von Stuttgart auf das Gelände des Alten Schlachthofs verlegt. Nora Wegner berichtete über die anwachsende Bedeutung der Evaluation im deutschen Kulturbetrieb, aber sie gewährte uns auch einen Einblick in die Herausforderungen als Selbständige im Kulturbetrieb. Die anschließende Diskussion verdeutlichte: Selbständigkeit ist ein Thema, das viele KulturNetzer bewegt!

Liebe Sabrina, liebe Christina, liebe Nora, danke für euren Einsatz. Der Besuch auf dem Alten Schlachthof war sehr inspirierend und hat für viele neue Impulse gesorgt.

Theater kann auch anders

Nach einem gesprächigen und informativen Abendessen erwartete die KulturNetz-Mitglieder ein einmaliger Theaterabend. Außerhalb des Stadtzentrums, in einem kleinen beschaulichen privaten badischen Wohnzimmer, durften wir Theater in einer absolut ungewohnten Atmosphäre erleben. In unmittelbarer Nähe zu den Schauspielern und den anderen Zuschauern haben wir einen intensiven Abend erlebt und den Inhalt des Stücks FREMDRAUMPFLEGE hautnah aufgesogen.

 

Text: Maren Scharpf und Linda Krockenberger

Fotos: Petra Schneidewind








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