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Portrait Milena Hoffmann
4.07.11 16:10
Alter: 8 yrs




Milena Hoffmann beschreibt ihren Berufsweg



Museum, Theater, Stiftung, Kulturamt oder doch eine Kulturmanagement-Agentur? Eine Entscheidung für eine einzelne Sparte oder Institution fiel mir von Anfang an sehr schwer. Deswegen entschloss ich mich 2005 zum weit umfassenden Bachelor-Studiengang „Europäische Kultur und Ideengeschichte“ (European Studies) mit dem Nebenfach Kulturwissenschaft in Karlsruhe. Auch die Wahl meiner Praktika verdeutlicht die Vielfalt meiner Interessen und die Schwierigkeit mich einer einzelnen Sparte zu verschreiben. Ob in der Marketingabteilung des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe, in der Museumspädagogik der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, im City Council (Arts in Education Centre) in Nottingham oder in der Kulturmanagement-Agentur „Next – Interkulturelle Projekte“ in Berlin – nur die Vielfalt war der rote Faden. Das einzige was ich wirklich wusste: Kultur musste es sein. Da erschien mir 2008 der Masterstudiengang „Kulturmanagement“ in Ludwigsburg genau richtig. Ein integriertes Auslandsstudium an der HUMAK-University in Turku bot mir zudem die Möglichkeit einen Einblick in die Stiftungsarbeit einer Europäischen Kulturhauptstadt (Turku 2011) zu werfen. Neben dem Studium arbeitete ich anderthalb Jahre als wissenschaftliche Hilfskraft in der Kunstabteilung der ifa-Galerie in Stuttgart, die mir wertvolle Erfahrungen hinsichtlich Ausstellungsorganisation, Veranstaltungsmanagement und Pressearbeit ermöglichte.

Nach meinem Abschluss in Ludwigsburg im September 2010 gelang mir der Berufseinstieg als Volontärin im Fachbereich Kultur/Kreativ an der vhs.Böblingen-Sindelfingen. Seit kurzem arbeite ich dort als Fachbereichsleiterin Kultur/Kreativ. Das Potpourri meiner bisherigen Berufserfahrung kommt mir in meinem jetzigen Job zugute: Als Programm-Managerin habe ich die Aufgabe jedes Semester ein umfangreiches und vielfältiges Programm mit mehr als 300 Kursen bzw. Veranstaltungen und knapp 90 Dozenten unterschiedlichster Nationalitäten zu kreieren. Dazu zählen neben der Konzeption von neuen Angeboten, die Akquise qualifizierter Dozenten, die Vertragsabwicklung, Raumorganisation, Führung und Betreuung der Dozenten sowie die Kundenbetreuung, das Beschwerdemanagement und die Pressearbeit für den Bereich Kultur/Kreativ. Die Vielfalt an Sparten als roter Faden zieht sich nun auch durch mein tägliches Berufsleben: Im Fachbereich Kultur stehen Vorträge und Seminare zur Kunst-, Literatur- oder Architekturgeschichte neben Kooperationsangeboten mit dem Staatstheater, Museumsbesuchen und eigenen Konzerten der vhs sowie der Organisation von Studienreisen. Zeichenkurse, Klavierunterricht, Stimmbildung, Theaterkurse und verschiedene Tanzangebote gehören zugleich zur täglichen organisatorischen und konzeptionellen Arbeit im Kreativbereich. Das ist auch abschließend, was mir an meinem Arbeitsplatz gefällt: von der Konzeption bis zur Jahresendabrechnung für den gesamten Kultur- und Kreativbereich verantwortlich zu sein. Genau diese Vielfalt – von der Semesterplanung bis hin zum Geschäftsbericht – gestaltet meinen Beruf aufregend, hin und wieder nervenaufreibend aber auch sehr abwechslungsreich.








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